Jogger und Hunde - Umgang mit Begegnungen der besonderen Art

05. November

Jogger und Hunde - Umgang mit Begegnungen der besonderen Art

(weibliche Form immer inklusive!)
Ein Grossteil der Begegnungen von Jogger mit Hunden (und ihren Besitzern) sind unproblematisch und bräuchte keiner weiteren Ausführungen.
Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Hunde - aus was für Gründen auch immer - 'gefallen' an sich in der Natur bewegenden Menschen bekommen. Was tun?

Hier einige Tipps für das Verhalten gegenüber Hunden:
> Behalte einen frei laufenden Hund im Auge, vor allem, wenn er dir Aufmerksamkeit schenkt.
> Wenn du dich von hinten Spaziergängern mit Hunden näherst (übrigens gilt das auch für Spaziergänger die ohne Hunde unterwegs sind, Reiter, Walker, etc.) , mach dich frühzeitig bemerkbar.
> Fall vom Lauf- in den Gehschritt und bleib gegebenenfalls stehen, wenn der Hund direkt auf dich zuläuft. Ja nicht Weglaufen! 1. Entkommst du dem Hund sowieso nicht und 2. machst du dich so automatisch zu seinem Opfer und weckst seinen Jagdinstinkt.
> Bitte den Hundehalter in (so gut es geht!) ruhigem aber bestimmten Ton, den Hund zurückzurufen bzw. ihn festzuhalten.
> Wenn weit und breit kein Hundehalter ist, sprech den Hund laut und bestimmt an (Arme und Hände dabei am Körper lassen!). Gehe danach ruhig (im Schritttempo) weiter, es sei denn der Hund kam aus einem Bauernhof. In diesem Fall zieh dich zurück, denn das Tier bewacht lediglich sein Territorium.
> Schau dem Hund nicht starr in die Augen, das schärft seine Aggressivität!

Diese Tipps gelten für diejenigen, die nicht grundsächlich ängstlich gegenüber Hunden sind, sondern einfach eine natürliche Portion Respekt verfügen.

Wer generell Angst vor Hunden hat, sollte, wenn einer auf einem zukommt, stehen bleiben, sich vom Hund abwenden und demonstrativ wegschauen. Das sind sogenannte 'calming-signals' (Beruhigungszeichen) aus der Kommunikation der Hunde untereinander.

Hier noch eine Uebersicht über die für Jogger wichtigsten Instinkte/Triebe der Hunde:
Jagdtrieb: aufstöbern, nachlaufen, verfolgen (egal, ob Tier, Jogger, Velofahrer etc.)
Beutetrieb: das Schlagen, Reissen und Beissen der Beute (egal was, s. oben)
Spieltrieb: rennen, hüpfen, umkreisen = spielen eben (egal mit was, s. oben)

Also, im Zweifelsfall und bei wenig Uebung mit Hunden: stehen bleiben, denn im günstigsten Fall will er wirklich 'nur spielen'!!!

Quelle: Runners World 11/05 + Bea Scheidegger

 
eingetragen um 11:09:23 am 05.11.2005 von leiterteam

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